Kärnten sichert sich weitere Mittel aus dem ELER-Fördertopf für Projekte in der Chancengleichheit in Ferlach und Seeboden.
Kärnten profitiert weiterhin von EU-Förderungen für soziale Projekte. Im Rahmen des ELER-Fonds für die Entwicklung des ländlichen Raums konnten in der vergangenen Förderperiode, in der über den Fonds erstmals soziale Angelegenheiten mitfinanziert wurden, 22 Sozialprojekte umgesetzt und dabei rund elf Millionen Euro an EU-Mittel nach Kärnten geholt werden. Besonders im Bereich der Chancengleichheit wurden zahlreiche Vorhaben unterstützt. Dies berichtete heute (25. Februar 2025) die zuständige Landesrätin Beate Prettner im Rahmen der Pressekonferenz nach der Regierungssitzung.
„Es ist uns bereits in der letzten Förderperiode gelungen, die Mittel für soziale Vorhaben in Kärnten auszuschöpfen. Das wollen wir auch in der aktuellen Periode fortsetzen, um qualitätsvolle, flexible und dezentrale soziale Einrichtungen zu fördern“,
bemerkt Prettner.
Ein besonderer Fokus liegt auf Einrichtungen in den Bereichen Pflege, Chancengleichheit sowie psychiatrischen Angeboten für Kinder und Jugendliche. In der vergangenen Förderperiode bis 2020 konnten beispielsweise acht Projekte in der Behindertenhilfe mir rund sieben Millionen Euro unterstützt werden.
„Davon profitieren Menschen mit Behinderungen in unterschiedlichen Einrichtungen der Diakonie de La Tour, der AVS, von pro mente Kärnten oder der Caritas“,
betont die Landesrätin.
Mittelaufstockung für Projekt in Ferlach
In der heutigen Regierungssitzung wurden zwei weitere ELER-Vorhaben einstimmig beschlossen. Einerseits geht es um eine Mittelaufstockung für das „Intensivbetreute Wohnen und Tagesstruktur Ferlach“ der Diakonie, welches sich an Menschen im Autismus-Spektrum richtet. Dafür wurden aufgrund von Mehrkosten durch bauliche Änderungen und eine geänderte Zielgruppe zusätzliche ELER-Mittel in der Höhe von 250.000 Euro beantragt, die noch aus der vergangenen Förderperiode zur Verfügung stehen, da nicht alle Bundesländer ihre Mittel ausgeschöpft haben. Das Land Kärnten hat den Kofinanzierungsanteil in derselben Höhe budgetiert.
Zubau zu Ambulatorium in Seeboden
Im Rahmen der neuen Förderperiode soll im Zuge des ersten Calls der Zubau zum Ambulatorium von „Rettet das Kind“ in Seeboden durch EU-Mittel gefördert werden. In diesem Zentrum werden Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsverzögerungen, neurologischen Erkrankungen und psychischen Beeinträchtigungen behandelt. Jährlich werden rund 1.300 Behandlungen durchgeführt, die Nachfrage steigt kontinuierlich. Für den Ausbau sollen 615.000 Euro an EU-Mittel nach Kärnten geholt werden, der Anteil des Landes Kärnten beträgt 815.000 Euro.
„Dank der ELER-Förderung können wir wichtige Projekte realisieren, die direkt den Menschen in Kärnten zugutekommen. Diese Mittel sind ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der sozialen Infrastruktur, insbesondere im ländlichen Raum“,
so Prettner.

