Ehrenzeichen des Landes für verdienstvolle Kärntnerinnen und Kärntner

LHStv. Martin Gruber, LR Beate Prettner, Oskar Tscherpel, Gertrud Kalles-Walter, Walter Müller, Karl Schager, LHStv. Gaby Schaunig und LH Peter Kaiser.
Landesauszeichnungen holen Kärntnerinnen und Kärntner vor den Vorhang, die über die üblichen beruflichen Tätigkeiten hinaus mit Eigenengagement und im Sinne der Menschen sich in den Dienst der Gesellschaft gestellt haben, erklärte LH Peter Kaiser gestern, Mittwoch, als er mit LHStvin Gaby Schaunig, LHStv Martin Gruber und LRin Beate Prettner vier Persönlichkeiten mit dem Ehrenzeichen des Landes auszeichnete.
 
Personen, die im Bildungswesen, im Gesundheitswesen, Kulturbereich und im Natur- bzw. Landschaftsschutz im Rahmen ihrer Funktionen dem Land ebenso gedient haben, wie der Bevölkerung,

„indem sie alle Zeit ihres beruflichen Lebens und darüber hinaus bereit waren, mehr zu leisten als der Berufsalltag es erforderte. Sie alle haben mit ihrem Engagement dem Land gedient, die Qualität der sachlichen Arbeit in ihren Bereichen gesteigert und es geschafft, die Lebensqualität des Landes zu steigern, den Blick auf die Errungenschaften in diesem Land zu schärfen. Sie geben Mut, Sie sind Vorbild. Das Land möchte mit den Ehrenzeichen seinen offiziellen Dank sichtbar machen“,

so Kaiser in seiner Rede.
Die Anwesenheit von vier Regierungsmitgliedern und der Landesamtsdirektoren Dieter Platzer und Markus Matschek sei ein weiterer Beleg für die Ehrerbietung, die man den zu Ehrenden erweisen möchte, so Kaiser. Der Landeshauptmann ließ es sich nicht nehmen, auf die Wichtigkeit der Leistungen und der Ehrungen der vier Personen hinzuweisen.

„In einer Zeit wie dieser ist es umso wichtiger, weil das was Sie getan haben und tun, den Zusammenhalt stärkt und diese Feier das Zusammenstehen untermauern sollte“,

sagte Kaiser.
 
Die Ehrenzeichen des Landes wurden Gertrud Kalles-Walter, der Präsidentin des Landesverbandes Elternvereine Kärnten, Walter Müller, dem Leiter des Departments für Akutgeriatrie im Elisabethinen Krankenhaus, Karl Schager, Musikpädagoge in Ruhe und Oskar Tscherpel, Vorsitzender des Naturpark Rates Naturpark Dobratsch, überreicht.
 
Gertrud Kalles-Walter hat sich über Jahrzehnte für die Interessen von Eltern, Schülerinnen und Schülern eingesetzt und, so in der Laudatio durch Christiane Ogris, Leiterin des Protokolls, mit viel Diplomatie und immer im ausgleichenden Dialog das respektvolle Miteinander in den Vordergrund gerückt. Gerade in der Ausweitung der Schulsozialarbeit und in der Schulpsychologie habe Kalles-Walter Meilensteine gesetzt.
 
Walter Müller, dessen Motto „Nicht nur dem Leben Jahre geben, sondern den Tagen mehr Leben geben“ im Elisabethinen Krankenhaus in der geriatrischen Remobilisation neue Wege beschritt, die mittlerweile in ganz Österreich anerkannt sind und zur Anwendung kommen, hat Pionierarbeit geleistet. Müller hat die geriatrische Versorgung von Menschen mit einem neuen Modell dahingehend massiv verbessert, dass sie nach Krankheitsfällen schneller und besser mobil wurden, sich in ihrer Lebensumwelt sogar bis hin zur Selbständigkeit wieder bewegen konnten und können.
 
Karl Schager, den die Musik Zeit seines Lebens prägte und der die Musik ebenso prägte, hat das Motto „Musik ist die Sprache des Lebens“, gelebt in seinem beruflichen Werdegang wie auch privat, was an den zahlreichen Musikgruppen, die er im Lauf der Zeit gegründet hat, bewiesen hat. Ob in der Schule, im Jugendsymphonieorchester, im Orchester des Stadttheaters, bei den Volksmusikwochen oder als Aufnahmeleiter beim ORF, Karl Schager ist auch mit über 30 Jahren Bühnenerfahrung weit über Kärntens Grenzen hinaus bekannt.
 
Oscar Tscherpels Werdegang beruflicher Natur wie auch in seiner sportlichen und ehrenamtlichen Tätigkeit war geprägt vom Leistungswillen und von Verbesserungen auf allen Ebenen. So war er einer, der schon in den 70iger Jahren die Videoanalysen nach sportlichen Trainings und Wettkämpfen einführte. Und auch durch seine Tätigkeit im Naturpark Dobratsch gehört es zu seinem unermüdlichen Ansinnen, Bevölkerung und Natur zusammenzuführen.
 
Als besonderes Highlight der Feierstunde im Spiegelsaal der Landesregierung wurde Manuel Schager begrüßt. Der europaweit für seine Konzerttätigkeit bekannte Cello-Solist, Neffe des gestern geehrten Karl Schager, umrahmte mit seinem Cello die Veranstaltung.
Quelle: LPD Kärnten