In der heutigen Regierungssitzung (8. April 2025) wurde beschlossen, die finanzielle Unterstützung des psychiatrischen Not- und Krisendienstes (PNK), angesiedelt bei der KABEG, für das Jahr 2025 an die aktuelle wirtschaftliche Lage anzupassen. Der PNK, der seit seiner Einrichtung als wichtiger Baustein der psychischen Notfallversorgung in Kärnten gilt, erhält für dieses Jahr Fördermittel in der Höhe von insgesamt 480.500 Euro – die Valorisierung mit dem durchschnittlichen Verbraucherpreisindex 2025 beträgt 2,9 Prozent.
Telefonische Beratung oder Vor-Ort-Hilfe
„Der psychiatrische Not- und Krisendienst ist kostenlos, anonym und rund um die Uhr erreichbar und leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur psychischen Gesundheit der Kärntnerinnen und Kärntner“,
betont Gesundheitslandesrätin Beate Prettner.
„Mit der Anpassung der finanziellen Mittel stellen wir sicher, dass der PNK zur Akutintervention auch in Zukunft effizient und flächendeckend tätig sein kann. Ziel ist es, psychische Krisen frühzeitig zu erkennen, zu lindern und stationäre Aufenthalte zu vermeiden.“
Denn das Betreuungsangebot durch den PNK mit den beiden Standorten Ost und West ist ein zusätzliches Angebot zur Standardversorgung in den Krankenanstalten. Im Vorjahr wurden knapp 3.000 Einsätze verzeichnet, hinzu kommen tausende telefonische Beratungen. Alleine im PNK-Ost wurden 2024 über 5.000 Telefonate verzeichnet.
Geboten wird Notfallhilfe bzw. Krisenintervention – telefonisch und bei Bedarf auch als Vor-Ort-Unterstützung.
Prettner:
„Der PNK ist zur Stelle, wenn eine Akutintervention bei Betroffenen oder Angehörigen notwendig ist – zum Beispiel bei Krisen bei Alzheimer-Kranken, bei wahnhaften Störungen, bei Panikattacken oder traumatischen Krisen. Auch Erstberatungen bei Essstörungen werden durchgeführt oder Aufklärung über Therapie-Möglichkeiten.“
Pro Tag stehen zwei Mitarbeitende – speziell ausgebildet für Krisenintervention und im akutpsychiatrischen Bereich – im 24-Stunden-Dienst.
Quelle: LPD Kärnten