LH Kaiser, LHStv.in Schaunig und LR.in Prettner gratulierten und dankten allen Ehrenamtlichen, die beide Veranstaltungen möglich machen
Der Villacher Kirchtag und der Villacher Fasching haben den Kulturpreis 2025 der Stadt Villach verliehen bekommen.
Dazu gratulierten gestern, Donnerstag, am Abend im Congress Center Villach auch Kulturreferent Landeshauptmann Peter Kaiser, LHStv.in Gaby Schaunig und LR.in Beate Prettner. Den Fasching gibt es in Villach seit nunmehr 70 Jahren, der Kirchtag hat heuer zum 80. Mal stattgefunden. In den Festreden wurde hervorgehoben, dass sie nicht nur unterhalten, sondern vor allem auch die Menschen verbinden. Zudem unterstützen beide Veranstaltungen Kinder in Not.
„Der Kirchtag und der Fasching sind eng mit Villach verbunden, gehören einfach zusammen. Sie verbinden auch Tradition und Moderne, schenken Menschen durch Humor schöne Stunden“,
sagte Kaiser.
Er dankte allen, die den Kirchtag und den Fasching möglich machen. Sein Dank ging auch an die Stadt Villach, die mit dem Kulturpreis verdiente Menschen und Vereine auszeichne – und die Preisträgerinnen und Preisträger immer mit viel Feingespür auswähle. Auf der Bühne gab er sogar „als Klagenfurter eine Liebeserklärung für Villach“ ab.
„Villach steht für Kirchtag und Fasching“,
sagte auch Bürgermeister Günther Albel:
„Sie sind keine Fake-Veranstaltungen“.
Der Bürgermeister hob vor allem die dahinterstehenden ehrenamtlichen Menschen hervor. Der Fasching werde millionenfach im Fernsehen gesehen, der Kirchtag von Millionen besucht. So würden beide auch für Millionen an Wertschöpfung sorgen. Als Kulturpreistragende wurden Kirchtag und Fasching einstimmig im Gemeinderat beschlossen, so Albel.
Laudationen für die beiden Preistragenden sprachen ORF-Landesdirektorin Karin Bernhard und Franz Posch, der seit 2003 auf den Kirchtagsbühnen steht und auch schon beim Fasching als Akteur mitgewirkt hat. Posch spielte auf der Harmonika den von ihm komponierten Villacher Kirchtagsmarsch. Am Kirchtag findet er großartig, dass er der Volksmusik so einen Rahmen gibt:
„Er ist gelebte Volkskultur.“
Bernhard sagte, dass der ORF seit 1963 den Villacher Fasching überträgt:
„Er ist nicht nur Unterhaltung, er ist ein Stück gelebte Kärntner Seele.“
Sie hob hervor, dass beim Fasching keine Profis, sondern Menschen dieser Stadt „mit Witz, Charme und viel Mut“ auf der Bühne stehen.
Für die Auszeichnung dankten Kirchtags-Obfrau und Vizebürgermeisterin Gerda Sandriesser, Großbauer Kurt Maschke von der Bauerngman und Karl Glanznig als Kanzler der Villacher Faschingsgilde.
Für Sandriesser steht der Kirchtag für Tradition, Brauchtum, Volkskultur, Genuss, Freude und Zusammenhalt. Man wolle dieses wertvolle Erbe behutsam weiterentwickeln. Maschke dankte für die Auszeichnung, aber vor allem auch allen Ehrenamtlichen. Für Glanznig ist der Fasching ein Fest der Freude, der Miteinanders und der Lebenslust. Er hob die einzigartige Tradition und kulturelle Bedeutung des Faschings für die Stadt hervor.
„Kirchtag und Fasching sind in unseren Genen“,
sagte auch Richard Pfeiler, der über 20 Jahre an der Spitze des Kirchtags stand.
Gernot Bartl war rund 30 Jahre lang Kanzler der Faschingsgilde. Er verriet, dass 1955 der erste Prinz ein Klagenfurter war. 2005, zum 50-Jahr-Jubiläum, habe man am Villacher Hauptplatz mit vielen tausend Menschen die „größte Faschingssitzung der Welt“ abgehalten. Moderiert wurde die Kulturpreisverleihung von Michael Steuer, für die musikalische Umrahmung sorgten die VIFA Tones.
Quelle: LPD Kärnten


