Der Weg zurück ist möglich: „AUVA-Back-to-Life-Award“ verliehen

Michael Trupp, Landesrätin Beate Prettner und Thomas Egger (von links) - Fotohinweis: LPD Kärnten/Kuess
Im Spiegelsaal im Amt der Kärntner Landesregierung wurden heute, Mittwoch (19. November 2025), zwei Menschen vor den Vorhang geholt, die nach schweren Arbeitsunfällen ihren Lebensweg mit beeindruckender Kraft neu gestaltet haben: Thomas Egger und Michael Trupp wurden mit dem „AUVA-Back-to-Life-Award“ ausgezeichnet. Gesundheitslandesrätin Beate Prettner überreichte den Award gemeinsam mit Gunther Riedlsperger, Vorsitzender des AUVA-Landesstellenausschusses Graz, und Hannes Weißenbacher, Direktor der AUVA-Landesstelle Graz.

Gut abgestimmtes Gesundheitssystem

„Der ,Back-to-Life-Award‘ zeigt eindrucksvoll, wie viel Mut und Wille in Menschen steckt, deren Leben sich von einem Moment auf den anderen ändert. Damit dieser Weg gelingen kann, braucht es ein gut abgestimmtes Gesundheitssystem – von der Akutversorgung bis zur beruflichen Wiedereingliederung. Die AUVA leistet hier unverzichtbare Arbeit. Thomas Egger und Michael Trupp sind Beispiele dafür, dass Rückschläge nicht das Ende, sondern der Beginn eines neuen Weges sein können“,

betont Prettner.
Gunther Riedlsperger unterstreicht:

„Durch die medizinische und therapeutische, aber auch finanzielle Hilfe der AUVA, besonders aber durch ihren Ehrgeiz und ihre positive Lebenseinstellung, haben die beiden wieder voll ins Leben zurückgefunden.“

Thomas Egger

Thomas Egger gelang der Neustart nach einem schweren Unfall mit einem Starkstromseil, wobei sein linker Unterschenkel beinahe vollständig abgetrennt wurde. Der gelernte Schlosser kämpfte sich Schritt für Schritt zurück: Replantation, intensive Reha, berufliche Neuorientierung – und schließlich die HTL-Matura. Heute ist er in Feistritz/Drau als Konstrukteur für Kunststoffrecycling-Maschinen tätig – und sportlich sehr aktiv, speziell mit seinem Gravelbike.

Michael Trupp

Michael Trupp startete nach einer Amputation des linken Unterschenkels beruflich wie privat neu durch: Ausbildung, neuer Beruf, beeindruckende sportliche Leistungen mit Mountainbike, Gravel- oder Rennrad und beim Skitourengehen – und das nächste große Ziel bereits vor Augen: die Besteigung des Großglockners.

Preisträger geben Mut

Beide Preisträger stehen heute stellvertretend für all jene, die mit Mut und Unterstützung ihren Weg zurück ins Leben finden.

„Wir als soziale Unfallversicherung können zwar professionelle Voraussetzungen schaffen, aber wesentlich zum Erfolg tragen Motivation, Ausdauer und unbändiger Wille der Verunfallten bei“,

so Hannes Weißenbacher.
An der feierlichen Verleihung nahmen neben zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern der AUVA und des UKH Klagenfurt auch die 3. Landtagspräsidentin LAbg. Marika Lagger-Pöllinger, AK-Präsident Günther Goach und Zivilschutzverbandspräsident Rudi Schober teil.
Quelle: LPD Kärnten