Landesrätin Beate Prettner überreicht Zertifikate an Lehrkräfte: Mit dem Lebenskompetenzprogramm „plus“ wird Suchtprävention dauerhaft im Schulalltag verankert. Bereits 84 Prozent aller Kärntner Mittelschulen und AHS verfügen über geschultes Lehrpersonal.
Nachhaltige Suchtprävention beginnt dort, wo Kinder und Jugendliche täglich erreicht werden, nämlich im Unterricht. Genau hier setzt das Lebenskompetenzprogramm „plus“ an, mit einem klaren Fokus auf die Qualifizierung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Nun wurden 35 weitere Lehrkräfte und Fachkräfte der Schulsozialarbeit „plus“-zertifiziert, womit die Zahl auf insgesamt 457 vollständige Zertifizierungen in ganz Kärnten steigt.
„Wir setzen bewusst nicht auf punktuelle Einmal-Maßnahmen, sondern auf Menschen, die Suchtprävention dauerhaft im Schulalltag verankern“,
betont Gesundheitslandesrätin Beate Prettner.
Sie nahm die Verleihung der Zertifikate an Lehrkräfte des BG/BRG Lerchenfeld, des Alpen-Adria-Gymnasiums Völkermarkt, der Mittelschulen Radenthein, St. Ursula, Friesach und an Fachkräfte der Schulsozialarbeit im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung vor. Das Programm „plus“ befähigt Teilnehmende, Lebenskompetenzen im Schulkontext systematisch, altersgerecht und praxisnah zu fördern und damit langfristig wirksam zu sein.
Prävention eigenständig umsetzen
Das evaluierte und qualitätsgesicherte Unterrichtsprogramm „plus“ zur Sucht- und Gewaltprävention für die 5. bis 8. Schulstufe wurde von den österreichischen Fachstellen für Suchtprävention entwickelt, die Fortbildung dauert zwei bzw. vier Jahre. Zielgruppe sind jene Fachpersonen, die Kinder und Jugendliche über Jahre hinweg begleiten und Prävention glaubwürdig und nachhaltig vermitteln können. Ziel ist es, Pädagoginnen und Pädagogen dabei zu unterstützen, wirksame Präventionsmaßnahmen eigenständig im Unterricht umzusetzen. Im Mittelpunkt steht die Förderung zentraler Lebenskompetenzen bei Zehn- bis 14-Jährigen wie angemessene Kommunikation, Aufbau des Selbstwertes und ein konstruktiver Umgang mit Frustrationen. Der Umgang mit Suchtmitteln wird dabei ebenso altersgerecht thematisiert wie andere Risiko-Verhaltensweisen von Jugendlichen.
84 Prozent der Mittelschulen und AHS erreicht
In Kärnten wird „plus“ seit dem Jahr 2009 angeboten.
„Seitdem wurden Lehrkräfte von insgesamt 69 Mittelschulen und AHS in Kärnten zertifiziert. Das bedeutet, in 84 Prozent dieser Schulformen gibt es mindestens eine ,plus‘-zertifizierte Lehrkraft“,
zieht Prettner Bilanz.
„Prävention wirkt dann am besten, wenn sie kontinuierlich, qualitätsgesichert und von gut ausgebildeten Multiplikatorinnen und Multiplikatoren getragen wird. Ich danke allen Teilnehmenden für ihre Bereitschaft, im Schulalltag mehr zu leisten. Sie machen Kinder stark fürs Leben“,
so Prettner abschließend.

