Der Wunsch, Medizin zu studieren, ist in Kärnten ungebrochen: Rund 300 junge Menschen nehmen auch heuer wieder am kostenlosen Vorbereitungskurs für den MedAT teil, der an diesem Wochenende an der Universität Klagenfurt stattfindet. Zum Auftakt besuchte Gesundheitslandesrätin Beate Prettner die Kurs-Teilnehmenden und sprach ihnen ihre besten Wünsche für die intensive Vorbereitungszeit und den MedAT (Aufnahmeprüfung zum Medizinstudium) im Sommer aus:
„Es ist jedes Jahr aufs Neue beeindruckend zu sehen, wie viele engagierte junge Menschen bereit sind, Zeit und Energie in ihre Zukunft als Ärztinnen und Ärzte zu investieren. Ich wünsche allen viel Durchhaltevermögen, Erfolg beim MedAT und einen guten Start in einen spannenden und so wichtigen Ausbildungsweg.“
Chancen auf Studienplatz erhöhen
Der Vorbereitungskurs wird seit 2013 auf Initiative der Landesrätin über die MED-Servicestelle des Kärntner Gesundheitsfonds organisiert. Ziel ist es, Kärntner Studienwerberinnen und -werber bestmöglich zu unterstützen und ihre Chancen auf einen Studienplatz zu erhöhen. Die fachliche Begleitung übernehmen auch 2026 wieder erfahrene Coaches der Lernplattform „medBuddy“. Neben dem Kurs dieses Wochenende ist am 7. März eine realitätsnahe Testsimulation vorgesehen – mit anschließendem „Meet & Greet“ zum Netzwerken und als Informationsveranstaltung.
Bundesländer-Sonderquote
Es gibt auch dieses Jahr wieder vier gewidmete Studienplätze, die Kärnten im Rahmen der Bundesländer-Sonderquote vergibt. Wenn man sich für diese Plätze angemeldet hat (bis 1. April 2026 bei der MED-Servicestelle), hat man die Möglichkeit, Medizin zu studieren, obwohl man vielleicht den MedAT knapp nicht geschafft hat. Bei gewidmeten Studienplätzen muss man sich allerdings dazu entscheiden, nach dem Studium in Kärnten zu arbeiten. Prettner:
„Studierende, die einen gewidmeten Studienplatz erhalten, profitieren von finanzieller Unterstützung von 1.000 Euro brutto monatlich ab Studienbeginn, der klinischen Ausbildung ohne Wartezeiten und einer Fixanstellung im öffentlichen Interesse.“
Prettner erneuert ihre Forderung nach deutlich mehr regulären Studienplätzen:
„Auch der enorme Andrang bei unserem Vorbereitungskurs zeigt, dass wir in Österreich zu wenig Medizinerinnen und Mediziner ausbilden. Angesichts des steigenden Bedarfs im öffentlichen Gesundheitswesen müssen wir hier unbedingt nachschärfen.“
Ab dem Studienjahr 2026/27 soll es in Österreich um 50 Plätze mehr geben – damit 1.950. Allerdings gibt es jedes Jahr um die 15.000 Interessierten.
Aktuelle Informationen zu den gewidmeten Studienplätzen hier!
Quelle: LPD Kärnten