Zum Thema „Kinderbetreuung zum Wohle der Kinder in Kärnten“ fand heute, Donnerstag, eine Enquete des Kärntner Landtages statt. Seitens der Landesregierung waren LHStv. Martin Gruber, LR.in Beate Prettner und LR Daniel Fellner als zuständiger Bildungsreferent anwesend. Landtagspräsident Reinhart Rohr begrüßte alle Teilnehmenden und sagte, dass qualitätsvolle Kinderbetreuung ein großes und wichtiges Thema für die Zukunft des Landes sei. Kärnten habe es sich zum Ziel gesetzt, die familien- und kinderfreundlichste Region Europas zu sein.
Seitens der Landesregierung meldete sich Bildungslandesrat Daniel Fellner zu Wort.
„Wenn wir über die Qualität in den Bildungseinrichtungen sprechen, reden wir über die Zukunft unseres Landes. Wir dürfen nicht zulassen, dass der soziale Status der Eltern – oder der Geburtsort – darüber entscheidet, welche Bildungsmöglichkeiten einem Kind zur Verfügung stehen“,
verdeutlichte Fellner und
betonte, dass durch das Kärntner Kinderbildungs- und betreuungsgesetz ein wichtiger Schritt gesetzt wurde, um die Qualität in den elementarpädagogischen Einrichtungen nachhaltig zu steigern.
„Die Vor- und Nachbereitungszeit für die Pädagoginnen wurde eingeführt, der Personalschlüssel optimiert und die Gruppengröße reduziert“,
zählte Fellner exemplarisch auf.
Hinsichtlich des Personalstandes in den elementarpädagogischen Einrichtungen verwies Fellner darauf, dass sich die Zahl der in diesem Bereich tätigen Personen, in den vergangenen sechs Jahren auf 3.260 verdoppelt hat und ein Personalpool aufgebaut wurde, um personelle Engpässe schnell überbrücken zu können.
„Durch die Gehaltsanpassungen ist nun auch sichergestellt, dass die Pädagoginnen und Pädagogen nun jenen Lohn erhalten, der ihnen für diese wichtige Tätigkeit zusteht“,
stellt Fellner klar.
Dass die finanziell angespannte Lage in manchen Gemeinden, Auswirkungen auf die Umsetzung des Kärntner Kinderbildungs- und betreuungsgesetzes hat, wurde von Fellner nicht in Abrede gestellt.
„Die Umsetzung des Kärntner Kinderbildungs- und betreuungsgesetzes ist ein laufender Prozess. Aufgrund der finanziellen Lage müssen wir nun vielleicht einen Schritt langsamer gehen, werden aber dann vielleicht umso schneller aufholen, sobald sich die Situation geändert hat“,
versprach Fellner.
Bei der Enquete referierten Veronika Michitsch von der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt zum Thema „Qualitätsentwicklung in der Elementarpädagogik“ und Gudrun Kattnig als frühere Geschäftsführerin des Katholischen Familienverbandes Kärnten zum Thema „
Das Kärntner Kinderbildungs- und betreuungsgesetz auf dem Prüfstand der Wahlfreiheit – Was Kinder brauchen und Eltern wünschen“.
Andrea Feichtinger-Sacherer gab als Apothekerin, Mutter und Bürgermeisterin der Gemeinde Kappel am Krappfeld einen Erfahrungsbericht unter dem Titel „Qualitative Kinderbetreuung hat ihren Preis“ ab. Das Referat der Elementarpädagogin Manuela Söllnbauer hatte den Titel „Zwischen Anspruch und Realität: Die täglichen Herausforderungen in der Elementarpädagogik“. Moderiert wurde die Enquete von Martina Klementin.
Quelle: LPD Kärnten